A.6 Planungstätigkeit und Unterricht

  

Die gesamte Unterrichtstätigkeit orientiert sich an den Landesrahmenrichtlinien, am Leitbild und am Schulcurriculum.

 

A.6.1 Das Schulcurriculum

 

Einleitung

Im Beschluss der Landesregierung vom 19.01.2009, Nr. 81 betreffend die Rahmenrichtlinien des Landes werden die Curricula für die Grund- und Mittelschule an den autonomen deutschsprachigen Schulen in Südtirol festgelegt.
Die Rahmenrichtlinien geben organisatorische, fachliche und überfachliche Richtlinien vor.

 

Zusammenhang Rahmenrichtlinien - Schulcurriculum

Das Schulcurriculum setzt jene Ziele fest, die im besonderen Kontext in einem bestimmten Zeitrahmen von allen, unabhängig ihrer sozialen Provenienz, erreicht werden sollten.
Diese Ziele sollten im Sinne der Kompetenzorientierung anhaltend und sinnstiftend sein, handelnd erarbeitet, von sozialer Relevanz, aktuell und Persönlichkeit bildend sein.
Das Schulcurriculum enthält die Curricula der einzelnen Fächer beziehungsweise Fächerbündel, ergänzende und vertiefende Hinweise sowie Fächer verbindende Elemente.
Zudem hat das Schulcurriculum die Funktion, einzelne Fächer und Fächerbündel, miteinander im Sinne des Fächer verbindenden Unterrichts zu vernetzen. Erst durch das Zusammenspiel von Rahmenrichtlinien und Schulcurriculum werden die in den Bildungsstandards geforderten Kompetenzen erreicht.

 

Curriculare Planung zur Erstellung des Schulcurriculums

Die didaktische und organisatorische Autonomie der Schule ermöglicht es, bei der Umsetzung der Bildungs- und Kompetenzziele die eigenen Vorstellungen zu einem pädagogischen Konzept hinsichtlich des sozialen, fachlichen und fächerübergreifenden Lernens zu realisieren.
Die Planung des Bildungsangebotes und der Bildungstätigkeit der Schule findet ihren Niederschlag in der curricularen Planung.
Durch die curriculare Planung stellen wir sicher, dass für alle Schülerinnen und Schüler des Grundschulsprengels Klausen II ein Bildungsangebot erstellt wird, das sowohl die in den Rahmenrichtlinien vorgegebene Kompetenzziele als auch das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Umfeld berücksichtigt.
Das Schulcurriculum stellt das Bindeglied zwischen den Rahmenrichtlinien und der Unterrichtstätigkeit an der Schule dar. Es ist Bestandteil des Schulprogramms und schafft dadurch Transparenz für SchülerInnen und deren Familien in Bezug auf Anforderungen und Erwartungen.
Das Schulcurriculum ist für alle Lehrpersonen verbindlich und soll dadurch sicherstellen, dass die SchülerInnen – bei aller Individualisierung – die von den Rahmenrichtlinien vorgesehenen Bildungsniveaus erreichen können. Es ist wichtig, dass für die Klassenräte und Lehrpersonen didaktische Freiräume erhalten bleiben, um Lernprozesse und Lernanlässe zu organisieren sowie den Lernansprüchen der SchülerInnen durch Differenzierung gerecht werden.
Die Ausarbeitung des Schulcurriculums hat mit Ende des Schuljahres 2011/12 einen verbindlichen Rahmen erhalten, wird aber bei Bedarf immer wieder angepasst. Das Schulcurriculum ist auf der Schulhomepage unter dem Punkt „Leitbild und Schulprogramm“ für alle fünf Klassen veröffentlicht:

  1. Klasse: https://www.klausen2.it/images/A_Verwaltung/downloads/allgemein/Schulcurriculum_1._Klasse.pdf
  2. Klasse: https://www.klausen2.it/images/A_Verwaltung/downloads/allgemein/Schulcurriculum_2._Klasse.pdf
  3. Klasse: https://www.klausen2.it/images/A_Verwaltung/downloads/allgemein/Schulcurriculum_3._Klasse.pdf
  4. Klasse: https://www.klausen2.it/images/A_Verwaltung/downloads/allgemein/Schulcurriculum_4._Klasse.pdf
  5. Klasse: https://www.klausen2.it/images/A_Verwaltung/downloads/allgemein/Schulcurriculum_5._Klasse.pdf

 

A.6.2 Unterrichtszeiten und Stundentafel

  

Gliederung der Unterrichtszeit

Die Unterrichtszeit wird laut Anlage des Beschlusses der Landesregierung vom 10.04.2006, Nr. 1189 in drei Bereiche gegliedert: Die verpflichtende Unterrichtszeit umfasst die für alle SchülerInnen verbindliche Grundquote und die der Schule vorbehaltene Pflichtquote. Zusätzlich haben die SchülerInnen das Recht, Wahlangebote der Schule in Anspruch zu nehmen.

Dadurch wird dem Bildungsrecht, der Bildungspflicht und der Individualisierung der SchülerInnen Rechnung getragen. Der Kernbereich hat die Erreichung der allgemeinen Bildungsziele und den Erwerb der grundlegenden Kompetenzen durch die SchülerInnen zum Ziel. Der Wahlpflichtbereich dient zur Vertiefung des Kernunterrichts, zur Durchführung von größeren und kleineren Projekten, sowie zur Förderung besonderer Fähigkeiten. Die fakultativen Angebote des Wahlbereichs kommen den persönlichen Interessen der SchülerInnen nach und erweitern das Bildungsangebot der Schule.

Projektarbeit ermöglicht unterschiedliche Kompetenzen der SchülerInnen anhand von bestimmten Inhalten oder Themen, welche im Rahmen eines Projektes sowohl fächerübergreifend als auch zum Teil klassenübergreifend behandelt werden, auszubauen. Um zielführend und erfolgreich zu sein, bedarf Projektarbeit einer genauen Vor- und Nachbereitung. Die einzelnen Schulstellen gestalten Projekte entweder einzeln oder schulstellenübergreifend (Projekte der Gesundheitsförderung, Scopriamo l’Italia, Lesen. Das Training, Conosci gli animali della savanna, Frutta nelle scuole, usw.)

 

Stundenplanmodell für die 1. Klasse der Grundschule:

 

Für die Kinder der ersten Klasse sind pro Schuljahr in rund 35 Unterrichtswochen mindestens 850 Jahresunterrichtsstunden vorgesehen. Dies bringt einen verpflichtenden Unterrichtsnachmittag (Donnerstag) zu 2 Stunden pro Woche mit sich. Der Besuch eines Wahlfaches ist möglich, erfolgt aber gänzlich freiwillig.

 

Stundenplanmodell für die 2. bis 5. Klasse der Grundschule:

Für die Kinder der zweiten bis fünften Klasse sind pro Schuljahr in circa 35 Unterrichtswochen hingegen mindestens 918 Jahresunterrichtsstunden vorgesehen. Dies ergibt zwei verpflichtende Nachmittage (Dienstag und Donnerstag) zu jeweils 2 Stunden pro Woche.

 

Verteilung der Wochenstunden

 

Anlage zum Beschluss des Lehrerkollegiums vom 21.03.2018 – gültig bis auf Widerruf

 

Die verpflichtende Unterrichtszeit (verbindliche Grundquote und die der Schule vorbehaltene Pflichtquote) umfasst ein Mindestjahresstundenkontingent von 850 Stunden in der ersten Klasse und von 918 Stunden in der zweiten bis zur fünften Klasse.
Unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen gewährleistet die Schule zudem jeder Schülerin und jedem Schüler das Recht, im Wahlbereich Angebote in Anspruch zu nehmen.
Die Jahresunterrichtszeit der SchülerInnen wird in Stunden zu 60 Minuten berechnet, umfasst nicht die Pausen und gliedert sich nach dem geltenden Schulkalender, der von der Südtiroler Landesregierung vorgegeben wird. Die Jahresunterrichtszeit ist als Mindeststundenkontingent anzusehen und kann von der autonomen Schule für die Erfordernisse des dreijährigen Bildungsplanes und unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen erhöht werden; auch kleinere Verschiebungen bei der Wochenunterrichtszeit in den einzelnen Fächern sind möglich, sofern das vorgeschriebene Fünfjahresstundenkontingent eingehalten wird.

 

A.6.3 Allgemeines zur Planungstätigkeit 

 

Jede Klasse wird von einem LehrerInnenteam, das gleichzeitig den Klassenrat bildet, in gemeinsamer Verantwortung geführt. Auch die Lehrpersonen der 2. und 3. Sprache, die Religions- und die IntegrationslehrerInnen sind zusammen mit den anderen Lehrpersonen für die Führung der Klasse verantwortlich. Sie arbeiten bei der Planung der Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit der ihnen anvertrauten Klasse zusammen und helfen mit, ein einheitliches Unterrichtskonzept zu entwickeln. (Einheitstext des Landeskollektivvertrages für das Lehrpersonal 2003, Art. 4 bis 16, insbesondere Art. 8, Abs. 2, Buchstabe b und c)

Die Jahresplanung für die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit wird zu Beginn des Schuljahres, spätestens bis Ende Oktober für jede Klasse erstellt. Sie umfasst das Schulcurriculum der jeweiligen Klasse und die Planung der Projekte, der Wahl- und Wahlpflichtfächer, sowie der unterrichtsergänzenden Tätigkeiten jeder einzelnen Lehrperson als Angebote, die in den Fachgruppen bzw. in den einzelnen Teams erarbeitet werden.

 

Die Jahresplanung setzt sich wie folgt zusammen:

Elemente der Planung

Ort der Dokumentation

Grundlegende Lernziele und geplante Inhalte für das Schuljahr mit zeitlicher und – wenn sinnvoll – fächerübergreifender Grobplanung, Beobachtungen der Lernentwicklungen der Schülerinnen

Erziehungsplan des Integrationslehrers

Persönliches Lehrerregister

 

(digitales Register oder in Papierform)

 

Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse bzw. Inhalte der einzelnen Fächer bzw. fächerübergreifenden Bereiche in zeitlicher Grobplanung

Persönliches Lehrerregister oder Planungsordner

1.     Ortssituation

2.     Klassensituation

3.     SchülerInnenliste mit Telefonnummern,

        Elternliste, nützliche Informationen zu den

        Schulkindern

4.     Zusammensetzung des Päd. Teams mit

        Elternvertretern und Elternvertreterinnen,

        Stundenplan/Stundenpläne der Klasse,

        persönliche Stundenpläne der Lehrpersonen,

        tatsächliche Unterrichtszeit in den einzelnen

        Fächern, Überstundenkontingente

5.     Ausgangslage der Schüler/innen (auch im

        digitalen Register)

6.     Protokolle zur periodischen Überprüfung

        des Lernerfolges mit den geplanten

        Fördermaßnahmen (Verifizierungssitzungen)

7.     Protokolle der Bewertungssitzungen

8.     Dokumente zu den Wahl- und Wahlpflicht-

        angeboten, Übersicht zu den Angeboten (auch

       im digitalen Register)

9.     Protokolle aller Sitzungen des Pädagogischen

        Teams mit den Eltern

10.   Protokolle Elternabende

11.   Ansuchen für unterrichtsbegleitende

       Tätigkeiten

12.   Verschiedene Protokolle (Disziplinarmaßnahmen,

       Sozialdienste….)

Planungsordner

Individuelle Lernpläne für SchülerInnen mit Funktionsdiagnose

Besondere Erziehungsziele und Erziehungsmaßnahmen

Register der Integrationslehrperson

Register der MitarbeiterInnen für Integration

 

Die gemeinsame wöchentliche Planung dient dem Austausch zwischen allen Lehrpersonen des Teams bzw. der Schule, der Rückschau über die abgelaufene Woche und der Vorschau auf die kommende Zeit. Auch werden aufgetauchte Probleme erörtert und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Organisatorische Notwendigkeiten werden geklärt.

Planung der Arbeit auf Schulstellenebene

Die gesamte Schulstelle arbeitet zusammen bei der Planung der Wahlangebote und der Wahlpflichtangebote, da klassenübergreifende Maßnahmen zu setzen sind. Dabei finden auch Absprachen bezüglich der Zuweisung von Schülern und Schülerinnen zu den jeweiligen Angeboten statt.

Alle Lehrpersonen arbeiten bei der Erstellung der Stundenpläne zusammen. Schulkonferenzen bei Bedarf und in regelmäßigen Abständen dienen der Absprache sowohl im pädagogisch-didaktischen als auch im organisatorischen Bereich.

Verifizierung der Unterrichtstätigkeit

Der Klassenrat trifft sich vier Mal jährlich, um eine Standortbestimmung über die durchgeführte Unterrichts- und Erziehungstätigkeit vorzunehmen und eventuelle Maßnahmen zu erörtern.

Der/die Vorsitzende bestimmt eine Schriftführerin bzw. einen Schriftführer und leitet die Sitzung. Das Protokoll dieser Sitzung ist in den Planungsordner einzulegen.

Zusammenarbeit der Lehrpersonen

  • Innerhalb der gleichen Klasse arbeiten die Lehrpersonen im Team zusammen und führen die Klasse in gemeinsamer Verantwortung. Auch die LehrerInnen der 2. und 3. Sprache, die Religionslehrpersonen und die Integrationslehrpersonen sind zusammen mit den anderen Lehrpersonen für die Führung der Klasse verantwortlich. Alle Beteiligten helfen mit, ein einheitliches Unterrichtskonzept zu entwickeln (Landesgesetz Nr. 25/1993, Art. 5). In periodischen Abständen (in der Regel wöchentlich) setzen sich alle TeamlehrerInnen und MitarbeiterInnen für Integration zusammen, um Rückschau auf die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit zu halten und um über anstehende Fragen und Probleme zu beraten. In Verifizierungs- und Bewertungssitzungen wird der Erfolg der Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit gemeinsam überprüft und es werden Maßnahmen sowie Bewertungen formuliert.
  • Eine Zusammenarbeit erfolgt auch auf Schulebene, indem gemeinsame Ziele angestrebt werden und die anfallenden Aufgaben arbeitsteilig bewältigt werden.
  • Eine weitere Zusammenarbeit erfolgt auf Sprengelebene durch die Arbeitsgruppen und die SchulstellenleiterInnen.
  • Andere Formen der Zusammenarbeit gibt es auch durch die erwähnten Fachgruppen: Italienisch, Englisch, Religion und Inklusion.
  • Das gesamte Lehrerkollegium trifft sich mehrmals jährlich, um anstehende Beschlüsse zu fassen, aktuelle Informationen auszutauschen und die gesetzlich vorgesehenen Aufgaben zu erfüllen.
  • Der pädagogische Tag dient auch der Zusammenarbeit im Sprengel bzw. im Schulnetzwerk Klausen und dem Austausch zwischen den Schulstellen. 

 

Kriterien für die Klassenbildung

Bei der Bildung der Klassen gelten folgende Kriterien:

  • Die in den Gesprächen zwischen Kindergarten und Schule gesammelten Hinweise finden bei der Bildung der ersten Klassen Berücksichtigung.
  • Mädchen und Jungen werden gleichmäßig verteilt.
  • Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbestimmungen werden Kinder mit Migrationshintergrund nach pädagogischen/didaktischen Gesichtspunkten eingeteilt.
  • FahrschülerInnen aus demselben Gebiet kommen bei Bedarf und nach Möglichkeit in dieselbe Klasse.

 

Fächerzuweisung

  • Die Fächerkombination wird für jede einzelne Organisationseinheit festgelegt, wobei die Qualifikation und die Berufserfahrung der Lehrpersonen optimal zu nutzen sind. Die Lehrpersonen unterbreiten der Schulführungskraft ihre Vorschläge für die Zuweisung der Fächer. Die verbindliche Zuweisung wird von der Schulführungskraft vorgenommen.
  • Um verstärkt die Einheitlichkeit des Unterrichts zu fördern, übernimmt ein Lehrer in den ersten zwei Grundschuljahren mehrere Fächer, so dass auf diese Weise eine längere Anwesenheit in der Klasse gewährleistet ist. Auch in den oberen Klassen ist dieses empfehlenswert.
  • Die musischen Fächer Musik, Sport und Bewegung, Technik und Kunst sollten möglichst nicht zu einer einzigen Fächerkombination zusammengelegt werden. Sie müssen mit Deutsch, Geschichte, Geografie und Naturwissenschaften oder Mathematik kombiniert werden.
  • Ein Wechsel der Hauptlehrperson während der Grundschulzeit wird je nach Schulsituation empfohlen.

 

Kriterien für die Verwendung der Teamstunden

Die Teamstunden werden verwendet für:

  • Teamunterricht ( offene Lernformen, Betreuung von Schüler/innengruppen, Unterricht nach Abteilung, individueller Förderunterricht, Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund)
  • Begleitung bei Lehrgängen und Lehrausflügen
  • Supplenzstunden
  • SchulstellenleiterInnen -Tätigkeit
  • Aufsicht (Pausen, Mensa, Fahrschüler/innen)

 

Kriterien für die Verwendung von Auffüllstunden für Italienisch- und Religionslehrpersonen

Die Auffüllstunden auf die 20 Wochenstunden dienen der Qualitätsverbesserung der Schule. Je nach Gegebenheit werden sie mit abnehmender Wichtigkeit wie folgt verwendet:

  • Wahl- und Wahlpflichtangebote
  • Projekte
  • Supplenzen
  • Schulbegleitende Tätigkeiten
  • Sprachförderung
  • Aufsichten

 

Bereitschaftsdienst

Gemäß der gesetzlichen Bestimmungen darf erst ab dem 6. Tag der Abwesenheit einer Lehrperson ein/e Supplent/in angestellt werden.

Die fehlende Lehrperson muss mit den personellen Ressourcen der Schulstelle, mit Klassen-, Integrations-, Italienisch- und Religionslehrern ersetzt werden.

Jede Lehrperson erklärt sich bereit, Supplenzstunden zu übernehmen. An jeder Schule wird ein Bereitschaftsplan erstellt.

Der/die Schulstellenleiter/in organisiert den Ersatz der fehlenden Lehrperson.

 

Für den Einsatz gelten folgende Kriterien:

  • Lehrperson, aus dem Team, die zum Zeitpunkt eine Teamstunde in der Klasse hat
  • Integrationslehrperson, die zum Zeitpunkt Unterricht in der betreffenden Klasse hat
  • Lehrperson aus dem Team, die zum Zeitpunkt Teamunterricht in einer anderen Klasse hat
  • Lehrperson aus einem anderen Team mit Teamstunde zu dem Zeitpunkt
  • Integrationslehrperson anderer Klassen
  • Klassen werden zusammengenommen, wenn es vertretbar erscheint
  • Lehrpersonen mit freier Stunde
  • Lehrpersonen mit freiem Tag

Bei vorhersehbaren Abwesenheiten muss die abwesende Lehrperson selbst ihren Ersatz planen und mit der Schulstellenleitung besprechen.

 

A.6.4 Die Amtsschriften der Lehrpersonen

 

Dies sind die Amtsschriften der Lehrpersonen auf einen Blick:

  1. das Klassenbuch
  2. das LehrerInnenregister
  3. das Lehrerregister mit dem individuellen Bildungsplan
  4. das Register für die Pflichtquote der Schule und den Wahlbereich der Schule

Alle Amtsschriften werden entweder digital oder in Papierform geführt.

 

A.6.5 Kriterien für die Pflichtquote der Schule

 

Der Wahlpflichtbereich ist eng verknüpft mit dem curricularen Unterricht, er erweitert und ergänzt diesen und es kann jeder Fachbereich darin berücksichtigt werden.
Das Wahlpflichtangebot ist Teil unseres Bildungsangebotes und orientiert sich am dreijährigen Bildungsplan.
Im Besonderen soll dabei dem jeweiligen Bildungsschwerpunkt Rechnung getragen werden. Die Angebote ermöglichen auch die Durchführung von besonderen Projekten und den Ausbau der Begabtenförderung.

 

Planung und Organisation:

Die Schulstellen entscheiden je nach Bedarf über die Angebote im Wahlpflichtbereich.
Jede Schulstelle plant den Wahlpflichtbereich vor Unterrichtsende. Aufgrund von personellen Veränderungen im Kollegium vor Ort sind im Herbst Anpassungen möglich.
Der Wahlpflichtbereich wird im Herbst ab der dritten Schulwoche umgesetzt.
Die Anmeldungen für das erste Halbjahr werden innerhalb der ersten beiden Schulwochen im September entgegengenommen.
Die Schulstellen entscheiden autonom über den Wochentag, an dem die Wahlpflichtfächer angeboten werden.
Die Angebote erstrecken sich über einen längeren Zeitraum und haben das Ausmaß von einer wöchentlichen Stunde.
An den Grundschulen von Garn, Kollmann, Verdings und Waidbruck wird der Wahlpflichtbereich in Form von Projekttagen oder Projektwochen angeboten, sodass eine eventuelle Unterrichtsbefreiung maximal die Hälfte der angebotenen Projekttage bzw. Projektwochen betreffen kann. Der Zeitraum der Projekttage und Projektwochen wird jährlich von den besagten Schulen neu festgelegt.

Modalitäten der Gruppenbildung:

Im Wahlpflichtbereich werden Lerngruppen der Unterstufe (2./3. Klasse) und Lerngruppen der Oberstufe (4./5.Klasse) gebildet. Wenn es das Angebot zulässt, können auch stufenübergreifende Lerngruppen gebildet werden.
In niederorganisierten Schulen besteht die Möglichkeit, auch die SchülerInnen der ersten Klasse in das Wahlpflichtangebot mit einzubeziehen.
Die Anmeldungen der SchülerInnen werden soweit als möglich berücksichtigt.
Es empfiehlt sich, überschaubare und klassenübergreifende Gruppen zu bilden.
Entstehen – bedingt durch die Anmeldung – zu große Gruppen, so ist die Steuerung durch die Lehrpersonen wichtig. Die SchülerInnen werden in diesem Zusammenhang nach Möglichkeit beraten.

Kriterien für den persönlichen Stundenplan der Lehrpersonen:

Die Lehrpersonen beteiligen sich, je nach Beschaffenheit ihres Auftrages oder nach Absprache, an der Organisation und Durchführung des Wahlpflichtangebotes, damit kleine Lerngruppen gebildet werden können.
Italienisch und Religion sollten möglichst im Wahlbereich angeboten werden; die Beteiligung im Wahlpflichtangebot ist im Rahmen von Projekten möglich.

 

Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote:

Mit Beschluss des Schulrates Nr. 5 vom 03.06.2015 wurde in Anlehnung an die neuen gesetzlichen Bestimmungen (Landesgesetz vom 26. Jänner 2015, Nr.1 „Änderungen zu den Landesgesetzen in den Bereichen Bildung, Rechtsstatus des Lehrpersonals und Lehrlingsausbildung“, welches in Art. 3 das Landesgesetz vom16.07.2008, Nr. 5 „Allgemeine Bildungsziele und Ordnung von Kindergarten und Unterstufe“ abändert und die Art. 1-quater und 1-quinquies einführt) die Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote (Musikschulen, Sportvereine, u. ä.) geregelt.

Der Grundschulsprengel Klausen II gewährt den SchülerInnen für eventuelle weitere Tätigkeiten an den Musikschulen und Sportvereinen des Landes eine Unterrichtsbefreiung von der Wahlpflichtquote im Ausmaß von maximal 34 Stunden pro Jahr.

Für diese Art der Unterrichtsbefreiung wurden folgende Rahmenbedingungen festgelegt:

  • Die Eltern müssen der Schule innerhalb 15. September eines jeden Jahres einen Antrag um Unterrichtsbefreiung stellen. Das entsprechende Formblatt kann von der Webseite des Grundschulsprengels Klausen II www.gsd.klausen2.it heruntergeladen werden.
  • Die zusätzlichen Lernprozesse und Leistungen an den Musikschulen und in den Sportvereinen während der beantragten effektiven Unterrichtsbefreiung sind nicht Gegenstand der Bewertung durch die Grundschule. Im Bewertungsbogen scheint in diesem Fall nur der effektive Besuch der Tätigkeiten direkt an der Musikschule oder im Verein auf, es gibt aber keine Bewertung.
  • Wenn SchülerInnen für den Besuch von anerkannten Bildungstätigkeiten der Musikschulen und Sportvereine des Landes vom Unterricht freigestellt sind und ihr Unterrichtstag deswegen vorzeitig endet, verlassen sie die Schule nach den gleichen Regeln und Bedingungen wie beim üblichen Unterrichtsende. Die Schule hat in diesen Fällen keine zusätzliche Aufsichtspflicht und der öffentlichen Hand dürfen keine zusätzlichen Kosten entstehen. Für den Zeitraum der Unterrichtsbefreiung übernehmen die Erziehungsberechtigten die Verantwortung und die Aufsicht über ihr Kind.
  • Vor der Bewertungswoche am Ende des Schuljahres übermittelt die Musikschule/ der Sportverein der Grundschule eine Bestätigung zum regelmäßigen Besuch der anerkannten Tätigkeiten. Sollte sich ein Schüler/eine Schülerin im Laufe des Schuljahres vom außerschulischen Unterricht abmelden, so informiert die Musikschule Klausen/der jeweilige Verein oder die Erziehungsberechtigten unverzüglich die Grundschuldirektion Klausen II.

 

A.6.6 Kriterien für das Wahlfach der Schule

  

Das Wahlangebot dient der Erweiterung und Ergänzung unseres Bildungsangebotes.
Es orientiert sich primär an den Interessen der SchülerInnen unter Berücksichtigung der besonderen Kompetenzen aller Lehrpersonen.
Der Besuch der fakultativen Angebote ist für die SchülerInnen freiwillig. Nach erfolgter Anmeldung ist der Besuch jedoch verpflichtend.

 

Planung und Organisation:

Jede Schulstelle erhebt regelmäßig vor Ort unter Einbeziehung der Eltern die Bedürfnisse und Wünsche der SchülerInnen der 1. bis 4. Klassen, wenn möglich auch die der einschulenden Kinder.

Jede Schulstelle erstellt vor Unterrichtsende das Wahlangebot mit Angabe des Bereiches, des Themas, der Zielgruppe, der Dauer und der Lehrperson (bei Lehrpersonen mit unbefristetem Auftrag). Bei der Planung im Herbst sind aufgrund personeller Veränderungen im Kollegium Anpassungen möglich.

Die Planung des Wahlangebotes erfolgt unter Berücksichtigung des Grundsatzes, dass jedem Schüler die Möglichkeit eröffnet wird, mindestens 34 Stunden das Wahlangebot zu nutzen.

Die Anmeldungen für das erste Halbjahr werden innerhalb der ersten beiden Schulwochen im September entgegengenommen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Anmeldungen für das ganze Schuljahr bereits im Herbst entgegenzunehmen.

Die Wahlangebote können wöchentlich in Blöcken oder 14-tägig über das gesamte Schuljahr hinweg organisiert werden. Grundsätzlich müssen Beginn und Ende der Angebote zeitlich so gestaltet sein, dass der Einstieg in ein nächstfolgendes Angebot möglich ist.

Die Dauer der Einheiten kann eine oder zwei Stunden betragen. In Ausnahmefällen und nach erfolgter Rücksprache mit der Schulführungskraft kann die Dauer der wöchentlichen Einheiten aus organisatorischen Gründen von der obigen Regelung abweichen (z.B. bei Exkursionen im Rahmen von Angeboten,...).

Die Angebote finden vorwiegend am Montag statt.

In Ausnahmefällen und nach erfolgter Rücksprache mit der Schulführungskraft kann kurzfristig auch ein Ausweichtag in Betracht gezogen werden.

 

Modalitäten der Gruppenbildung:

Die SchülerInnen werden zu Beginn des Schuljahres zu den gewünschten Wahlangeboten angemeldet. Es empfiehlt sich, überschaubare und klassenübergreifende Gruppen zu bilden. Kommt ein Angebot aufgrund zu geringer Meldungen nicht zustande, so können sich die daran interessierten Kinder bei alternativen Angeboten nachmelden. Zu diesem Zweck wird mit den betroffenen Familien erneut Kontakt aufgenommen.

Sollten sich zu bestimmten Angeboten mehr Teilnehmer/innen melden als vorgesehen, so wird versucht die Gruppe zu teilen bzw. das Angebot mit zusätzlichen Lehrkräften umzusetzen. Andernfalls entscheidet das Los über eine Teilnahme.

 

Kriterien für den persönlichen Stundenplan der Lehrpersonen:

Die Lehrpersonen beteiligen sich je nach Beschaffenheit ihres Auftrages oder nach Absprache an der Organisation und Durchführung des Wahlbereiches. Die Wahlangebote werden im Rahmen der Unterrichtsverpflichtung (Stundenberg) und/oder im Rahmen von Unterrichtsüberstunden organisiert. Die Stundenanzahl für das Wahlangebot muss unter den Lehrpersonen fair aufgeteilt werden.

 

A.6.7 Fächerübergreifende Lern- und Erziehungsbereiche

 

Die fächerübergreifenden Lern- und Erziehungsbereiche leiten sich ab vom ganzheitlichen Bildungsauftrag der Schule und unterliegen der Verantwortung des gesamten Teams.

„Gesellschaftliche Bildung“:

Der fächerübergreifende Bereich „Gesellschaftliche Bildung“ wird voraussichtlich mit Beginn des Schuljahres 2020/21 verbindlich eingeführt. Dementsprechend empfiehlt die deutsche Bildungsdirektion, den Prozess der Ausarbeitung des Schulcurriculums für „Gesellschaftliche Bildung“ im Lehrerkollegium mit dem Schuljahr 2020/2021 zu starten und dieses Schuljahr als Übergangsphase zu betrachten.

Leben in einer demokratischen Gesellschaft will gelernt, gefühlt und gelebt werden. Kindergarten und Schule sind dafür ein wichtiges Lern- und Übungsfeld. „Gesellschaftliche Bildung“ leistet einen spezifischen Beitrag, die Kinder und Jugendlichen zur mündigen und verantwortungsvollen Teilhabe in der Gesellschaft zu befähigen und das eigene Leben gelingend zu gestalten.

Bezogen auf die Schule ist „Gesellschaftliche Bildung“ Aufgabe aller Unterrichtsfächer und der Schulgemeinschaft insgesamt. Die Komplexität gesellschaftlicher und lebensweltlicher Probleme und Herausforderungen erfordert eine fächerübergreifende Auseinandersetzung und Verantwortung. Die Kompetenzen des fächerübergreifenden Lernbereichs „Gesellschaftliche Bildung“ werden in allen Unterrichtsfächern und im schulischen Leben insgesamt entwickelt und angewandt.

Der fächerübergreifende Lernbereich „Gesellschaftliche Bildung“ umfasst insgesamt acht Teilbereiche:

  • Persönlichkeit und Soziales
  • Kulturbewusstsein
  • Politik und Recht
  • Wirtschaft und Finanzen
  • Nachhaltigkeit
  • Gesundheit
  • Mobilität
  • Digitalisierung

Bei der Planung achten wir auf eine ausgewogene Berücksichtigung aller acht Teilbereiche. Die Planung erfolgt curricular, und es muss gewährleistet sein, dass bis zum Abschluss der Grundschule an der Erreichung aller in den Rahmenrichtlinien für diese Schulstufe vorgesehen Bildungsziele gearbeitet wird. Es wird empfohlen, jene Bereiche und Bildungsziele des fächerübergreifenden Lernbereichs „Gesellschaftliche Bildung“ besonders im Auge zu behalten, die im Fachunterricht keine oder wenig Berücksichtigung finden. Um den Bezug zum Alltag und zur Lebenspraxis sicherzustellen, werden auch außerschulische Lernorte in die Unterrichtsplanung einbezogen.

Für jede Klasse wird von der Schulführungskraft eine Lehrperson des Klassenrates damit beauftragt, den fächerübergreifenden Lernbereich „Gesellschaftliche Bildung“ zu koordinieren.

Das zeitliche Ausmaß für den fächerübergreifenden Lernbereich „Gesellschaftliche Bildung“ beträgt mindestens 34 Stunden pro Schuljahr. Der fächerübergreifende Lernbereich „Gesellschaftliche Bildung“ wird bewertet. Die Landesregierung definiert hierzu die genauen Richtlinien.

Die Schulen können bei der Erarbeitung und Umsetzung des fächerübergreifenden Lernbereichs „Gesellschaftliche Bildung“ auf verschiedene Unterstützungsangebote zurückgreifen:

- Fortbildungen für die Lehrpersonen aller Schulstufen

- Handreichung mit Projektangeboten und Unterrichtsmaterialien

- Information, Begleitung und Beratung

- Expertenunterricht

 

Darüber hinaus trägt jeder der fächerübergreifenden Lern- und Erziehungsbereiche auf seine ihm angemessene Weise dazu bei, dass die SchülerInnen die Möglichkeit erhalten:

  • die eigenen Stärken und Schwächen kennen zu lernen, Selbstvertrauen zu gewinnen und Mut zum Problemlösen zu entwickeln,
  • auf vielfältige Art zu kommunizieren, zu kooperieren und Ideen auszutauschen und damit den respektvollen Umgang miteinander zu üben, erfolgreich miteinander arbeiten zu lernen und Konflikte angemessen zu lösen,
  • über Sprache ihre Gedanken und Wünsche mitzuteilen, sich auszutauschen und mit anderen zu kommunizieren, Denkprozesse und Lernwege in Worte zu fassen und schriftliche Informationen zu entschlüsseln,
  • Lern- und Arbeitsmethoden einzuüben und zu verbessern,

Im Einzelnen werden in den Fächern, in der gesellschaftlichen Bildung, in der Wahlpflichtquote der Schule sowie im Wahlbereich folgende Kompetenzen angestrebt:

Selbstkompetenz

  • eigene Stärken und Schwächen kennen, sich abgrenzen
  • Wünsche und Ideen äußern, die eigene Sichtweise aktiv einbringen
  • Gefühle zeigen und altersgemäß steuern
  • Eigeninitiative ergreifen, selbstständig Ziele ansteuern, Lern- und Lösungswege entwerfen
  • sich etwas zutrauen, Mut haben und Lösungen für Probleme überlegen
  • sich motivieren können: Interessenschwerpunkte, Herausforderungen, Anknüpfungspunkte aktiv suchen und dadurch die Lernfreude steigern
  • erworbenes Wissen/Fähigkeiten für sich persönlich nutzen, kreativ gestalten
  • Veränderungen im Denken, im Empfinden und in den Interessen benennen
  • Verantwortung für sich selbst übernehmen, Pflichten bewältigen, persönliche Methoden kennen, um die Ausdauer und die Konzentration zu erhöhen
  • Vielfalt von Leistung wertschätzen und Leistungsfreude in verschiedenen Bereichen erleben
  • das Gelernte zur Sprache bringen, Arbeitsergebnisse in der Gruppe präsentieren
  • über den persönlichen Leistungszuwachs reflektieren
  • in Zusammenhängen denken, Erfahrungen aus dem Alltag einbringen und verknüpfen

Sozialkompetenz

  • Formen positiver Beziehungen zu Gleichaltrigen und zu Erwachsenen aufbauen und gestalten
  • die eigene Rolle in der Klasse, in Gruppen wahrnehmen und reflektieren
  • eigene Bedürfnisse kennen und äußern, Bedürfnisse anderer wahrnehmen
  • Rücksicht nehmen, das Anderssein zulassen
  • tragfähige Kompromisse schließen
  • sich an Gruppengesprächen beteiligen, zuhören, mitreden
  • die eigene Meinung vertreten
  • andere bei ihrer Arbeit unterstützen
  • Aufgaben für die Gruppe übernehmen
  • in unterschiedlichen Sozialformen zielgerichtet arbeiten
  • vereinbarte Regeln einhalten und einfordern
  • zur Konfliktlösung beitragen

Lern- und Arbeitskompetenz

  • mit eigenen und fremden Arbeitsmaterialien sorgfältig umgehen
  • sachbezogene, zielgerichtete Arbeitshaltung einüben: Was trägt mich weiter, was lenkt mich ab?
  • Lernaufgaben und Lernaufträge genau lesen, beobachten oder hören
  • Aufgaben und Aufträge genau und sorgfältig ausführen
  • Lerninhalte und Arbeitsergebnisse hinterfragen
  • Verantwortung für richtiges Arbeiten übernehmen, Fehler vermeiden/korrigieren
  • selbstständig Hilfe holen (beim Mitschüler/der Mitschülerin, in Büchern, Heften…)
  • selbstständig ein Ziel ansteuern (zeitlichen Planungsablauf festlegen, benötigtes Material beschaffen…)
  • erkennen, welche Sozialformen sich für welche Aufgabenstellung eignet (Einzel-Partner- oder Gruppenarbeit)
  • aus Texten, Bildern, Bildmedien, Karten, Grafiken, Tabellen, Referaten Informationen holen
  • brauchbare Informationen auswählen, zusammenfassen
  • Beobachtungen festhalten, erarbeitetes Wissen „zu Papier“ bringen
  • sammeln und ordnen können
  • Ordnung halten, Erledigtes richtig ablegen
  • Arbeitsergebnisse präsentieren, Wesentliches hervorheben
  • Merkhilfen kennen
  • Gestaltungsmittel kennen und anwenden
  • über das eigene Lernen und Arbeiten nachdenken, Lösungswege vergleichen, Schlüsse ziehen


Sprachliche Bildung

Die Förderung und Erweiterung sprachlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten sind Aufgaben aller Fächer.

Im Einzelnen geht es um folgende Kompetenzen:

  • sprachliche Grundfertigkeiten erwerben und richtig anwenden
  • einen altersgemäßen Wortschatz aufbauen, der es ermöglicht, sich aktiv in den Unterricht einzubringen und Wünsche, Gefühle und Ideen zu äußern
  • sich in der Hochsprache ausdrücken
  • Lern- und Denkprozesse in Sprache fassen
  • über eine angemessene Lesefertigkeit verfügen und diese bei der Begegnung mit Büchern und zur Informationsentnahme aus Texten in den verschiedenen Fächern nutzen
  • Leseinteresse pflegen, auch durch Nutzen des vielfältigen Angebotes der Bibliotheken

 

A.6.8 Unterrichtsbegleitende Veranstaltungen

 

Unterrichtsbegleitende Veranstaltungen ergänzen den Unterricht in der Klasse. Sie vertiefen und veranschaulichen den Unterrichtsstoff durch unmittelbaren Kontakt mit der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Wirklichkeit (Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Betriebsbesichtigungen usw.) sowie durch direkte Beobachtung der Natur und fördern gleichzeitig auch das Gemeinschaftsgefühl der Klasse.
Die Planung der unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen erfolgt auf Schulebene.

Folgende Richtlinien sind zu beachten:

  • Für die Durchführung von Lehrausflügen, ganztägigen Exkursionen, Wander- und Sporttagen dürfen im Laufe eines Schuljahres nicht mehr als 9 Unterrichtstage verwendet werden. Ganztägig bedeutet über die normale Unterrichtszeit hinausgehend.
  • Unterrichtsbegleitende Veranstaltungen einer oder mehrerer Klassen dürfen den Unterrichtsbetrieb anderer Klassen nicht beeinträchtigen.
  • Die Teilnahme der Schüler/Schülerinnen an Lehrausflügen, Lehrausgängen, Sporttagen und Wanderungen ist grundsätzlich verbindlich. Die unterrichtsbegleitenden Tätigkeiten stimmen mit den Zielsetzungen des Schulprogramms und des Schulcurriculums überein.
  • Wenn ein/e SchülerIn aus triftigen Gründen an der geplanten unterrichtsbegleitenden Veranstaltung nicht teilnehmen kann, bleibt er/sie in dieser Zeit in einer anderen Klasse oder verrichtet zu Hause schulische Aufgaben.
  • Bei außerschulischen Veranstaltungen werden die Eltern rechtzeitig in Kenntnis gesetzt.
  • Die Benützung von Privatfahrzeugen zum Transport von SchülerInnen ist nicht gestattet. In Ausnahmefällen kann aber der Treffpunkt vor/nach der unterrichtsbegleitenden Veranstaltung ein anderer als die Schule sein.
  • Aus Sicherheitsgründen sind gefährliche Aktivitäten wie etwa Reiten, Boot fahren und Fliegen untersagt.
  • In der Regel ist jede Schülergruppe mit mehr als 15 SchülerInnen bei allen Veranstaltungen von zwei Lehrpersonen zu begleiten. Bei Lehrgängen im Ortsbereich ist bei Klassen mit geringer Schüleranzahl eine Lehrperson ausreichend, außerhalb sollten die Klassen von zwei Lehrpersonen begleitet werden. Auch Eltern können als Begleitpersonen in Betracht gezogen werden, diese sind für die Dauer der Veranstaltung nur über ihre eigene persönliche Versicherung abgesichert und werden nicht zur Verantwortung gezogen, wenn etwas passiert.
  • Alle außerschulischen Tätigkeiten können bis zur letzten Schulwoche durchgeführt werden.

Die Ausgaben für unterrichtsbegleitende Veranstaltungen müssen – unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen der Schule und der finanziellen Möglichkeiten der Familien – dem Grundsatz der Sparsamkeit und Angemessenheit entsprechen. Der Schulrat legt diesbezüglich Kriterien fest. Für Härtefälle sind Unterstützungsmaßnahmen vorgesehen. Der Schulrat des Grundschulsprengels Klausen II überprüft und genehmigt die Liste der Ausflugsziele (siehe unter Teil C des dreijährigen Bildungsplans), welche von den einzelnen Schulstellen vorgeschlagen werden. Die Schulstellen wählen ihre Ziele aus dieser Liste.

 

A.6.9 Lernberatung

 

Am Grundschulsprengel Klausen II wird allen Lehrpersonen einer Schule Beratungskompetenz zugeschrieben. Alle Lehrpersonen sind in gleichem Maße für die SchülerInnen verantwortlich und haben einen allgemeinen Überblick über die Entwicklung der Schülerin/des Schülers in der Selbst- und Sozialkompetenz.

  • Jede Lehrperson ist BeraterIn für ihre eigenen Fächer, das heißt: sie/er berät die Schülerin/den Schüler in fachlicher Hinsicht (Sachkompetenz), aber auch betreffend Selbst- und Sozialkompetenz,
  • sie/er berät die Schülerin/den Schüler im Rahmen des Fachunterrichtes oder nach Absprache mit den TeamkollegInnen auch außerhalb.

Die Lehrpersonen beraten die Schülerin/den Schüler

  • bei der Auswahl der Tätigkeiten im Wahlpflichtbereich
  • bei der Entwicklung der Kompetenzen und des Lernens allgemein (auch die Selbst- und Sozialkompetenz betreffend).

Die Entwicklungsgespräche mit den SchülerInnen und Eltern können im Rahmen der allgemeinen Elternsprechtage bzw. der individuellen Sprechstunde stattfinden.

 

 

A.6.10 Die Bewertung der Schülerinnen

 

Zielsetzung und Gegenstand der Bewertung

Gegenstand der Bewertung sind die Lernprozesse und Leistungen der SchülerInnen in allen Fächern und im fächerübergreifenden Lernbereich Gesellschaftliche Bildung laut den Rahmenrichtlinien des Landes. Davon betroffen sind die verbindliche Grundquote, die der Schule vorbehaltene Pflichtquote und der allfällige Wahlbereich. Gegenstand der Bewertung ist auch die allgemeine Lernentwicklung der SchülerInnen sowie ihr Verhalten.

Einteilung des Schuljahres

Die Bewertung der SchülerInnen erfolgt in zwei Abschnitten:

  1. Halbjahr: Unterrichtsbeginn bis Ende Jänner
  2. Halbjahr: Ende Jänner bis Schulende

 

Aufgaben der Lehrpersonen

Die Lehrpersonen bewerten während des gesamten Schuljahres die Lernprozesse und Leistungen in allen Fächern, im fächerübergreifenden Lernbereich Gesellschaftliche Bildung, in der Pflichtquote und im Wahlbereich, und dokumentieren zudem die allgemeine Lernentwicklung der SchülerInnen sowie das Verhalten. Die Bewertung nimmt Bezug auf die Rahmenrichtlinien des Landes und stützt sich auf schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen, Lernbeobachtungen und andere geeignete Elemente und Verfahren, die in ausreichender Anzahl gesammelt, durchgeführt und in den jeweiligen Dokumenten der Schule vermerkt werden.

Die Schülerbeobachtung hat die Aufgabe, die Entwicklung der SchülerInnen im Hinblick auf deren Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten sowie auf deren Kenntnisse und grundlegende Fertigkeiten systematisch zu erheben.
Die Leistungen, Fähigkeiten und Kompetenzen der SchülerInnen werden laufend beobachtet und bewertet. Aus diesen Elementen ergibt sich die Bewertung.
Die Beobachtungen/Bewertungen werden festgehalten:

  • im Lehrerregister (in regelmäßigen Abständen)
  • im Bewertungsbogen (halbjährlich) und
  • in den Protokollen der Verifizierungs- und Bewertungssitzungen.

 

Aufgaben und Zusammensetzung des Klassenrates

Am Ende des jeweiligen Bewertungsabschnittes nimmt der Klassenrat in gemeinsamer Verantwortung die periodische bzw. Jahresbewertung der SchülerInnen vor. Die periodische Bewertung und die Jahresbewertung betreffen die Lernprozesse und Leistungen der SchülerInnen  in allen Fächern, im fächerübergreifenden Lernbereich Gesellschaftliche Bildung und in weiteren Tätigkeiten des persönlichen Jahresstundenplans sowie die allgemeine Lernentwicklung der SchülerInnen und das Verhalten.

Die Bewertungssitzungen finden unmittelbar vor Ende des jeweiligen Bewertungsabschnittes statt. Der Zeitplan der Bewertungskonferenzen wird im Tätigkeitsplan der Schule festgelegt und an der Schulstelle vereinbart.

Die Zusammensetzung des Klassenrates (collegium perfectum) für die Bewertungskonferenzen ist von Amts wegen folgende:

  • Lehrpersonen der einzelnen Fächer und des fächerübergreifenden Lernbereiches Gesellschaftliche Bildung,
  • die Lehrperson für Katholische Religion bzw. die Lehrperson für den Alternativunterricht für Katholische Religion beschränkt auf jene SchülerInnen, welche das Fach Katholische Religion bzw. den Alternativunterricht für Katholische Religion laut geltenden Bestimmungen besuchen,
  • die der Klasse zugewiesene Integrationslehrperson,
  • der/die Mitarbeiter/in für Integration, beschränkt auf die ihnen zugewiesenen SchülerInnen, ohne Stimmrecht.

Lehrpersonen, die ausschließlich im Rahmen des Teamunterrichts einer Klasse zugewiesen sind, nehmen nicht an der Bewertungskonferenz teil. Die Übermittlung der Beobachtungen der Lernentwicklung der SchülerInnen erfolgt in mündlicher Form im Rahmen der Planung.

Die Schulführungskraft führt den Vorsitz oder delegiert diesen an den Klassenvorstand.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der periodischen Bewertung bestimmen die Schulen die erzieherischen und didaktischen Maßnahmen, die sie für unterstützende Tätigkeiten und die Steigerung des Lernerfolgs für notwendig erachten.

 

Bewertungsbogen und Bescheinigung der erworbenen Kompetenzen

Die periodische Bewertung und die Jahresbewertung der Lernprozesse und Leistungen in den Fächern und im fächerübergreifenden Lernbereich Gesellschaftliche Bildung, der Pflichtquote, des Wahlbereiches sowie die Bewertung der allgemeinen Lernentwicklung und des Verhaltens (Selbst- und Sozialkompetenz) der SchülerInnen werden im Bewertungsbogen in Form eines Fließtextes/Lernberichtes/Lernbriefes (Modell C des Rundschreibens Nr. 48/2020 der deutschen Bildungsdirektion) festgehalten und von dem/der Vorsitzenden des Klassenrates händisch unterschrieben.

Anstelle des Bewertungsbogens kann im ersten Semester eine schriftliche Mitteilung an die Erziehungsverantwortlichen übermittelt werden, die sämtliche Elemente des Bewertungsbogens enthält.

Im Zeugnis, welches Teil des Bewertungsbogens ist, wird angeführt, ob eine Schülerin oder ein Schüler in die nächste Klasse versetzt oder nicht versetzt wird und von der Schulführungskraft digital unterschrieben.

Am Ende der Grundschule erhalten die SchülerInnen eine Bescheinigung über die erworbenen Kompetenzen. Diese beschreibt die Schlüsselkompetenzen und orientiert sich an den in den jeweiligen Rahmenrichtlinien des Landes angeführten Kompetenzen am Ende der Grundschule. Die Grundschule verwendet für die Bescheinigung über die erworbenen Kompetenzen den von der Landesbildungsdirektion vorgegebenen und für alle Schulen verbindlichen Vordruck. Die Klassenräte bewerten die einzelnen Kompetenzen mit der Diktion „grundlegende“, „erweiterte“ und „fortgeschrittene“ Kompetenzen erreicht und beziehen sich auf personale und soziale Kompetenzen, Lernkompetenzen und Fachkompetenzen. 

Die Bescheinigung der Kompetenzen wird vom Klassenrat in gemeinsamer Verantwortung ausgefüllt und von der Schulführungskraft unterschrieben.

Diese Bescheinigung wird den SchülerInnen gemeinsam mit dem Zeugnis und dem Bewertungsbogen der fünften Klasse der Grundschule ausgehändigt.

Die Bescheinigung über die erworbenen Kompetenzen bei der Jahresbewertung über die fünfte Klasse der Grundschule ersetzt die Bewertung der allgemeinen Lernentwicklung, nicht aber die Beschreibung des Verhaltens der SchülerInnen.

 

Form und Kriterien der Bewertung

Die Bewertung der Lernprozesse und Leistungen in den Fächern, im fächerübergreifenden Lernbereich Gesellschaftliche Bildung und in weiteren Tätigkeiten des persönlichen Jahresstundenplans erfolgt kontinuierlich, ist förderorientiert und berücksichtigt Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Kenntnisse.

Die periodische Bewertung und die Jahresbewertung der allgemeinen Lernentwicklung und des Verhaltens, der Lernprozesse und Leistungen in den Fächern, im fächerübergreifenden Lernbereich Gesellschaftliche Bildung, der Pflichtquote und im Wahlbereich erfolgen für die Grundschule in beschreibender Form, wobei man Bezug nimmt auf die jeweils erreichte Kompetenzstufe.

Damit ist die Handhabung von Noten und die Definition derselben als obsolet zu betrachten. Vielmehr geht es um die Ausprägung der Kompetenzen aus den Rahmenrichtlinien:


Kompetenzstufen – Ausprägung der Kompetenzen:

Fortgeschrittene Kompetenzstufe: Die Schülerin/Der Schüler führt Aufgaben aus und löst komplexe Problemstellungen, indem sie/er ihre/seine Fähigkeiten und Fertigkeiten überzeugend und selbständig einsetzt. Sie/er drückt die eigene Meinung aus, vertritt diese und übernimmt Verantwortung für ihre/seine Entscheidungen.

Erweiterte Kompetenzstufe: Die Schülerin/Der Schüler führt Aufgaben aus und löst  Problemstellungen bei neuen Situationen. Sie/er trifft bewusste Entscheidungen, indem sie/er ihre/seine Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzt.

Grundlegende Kompetenzstufe: Die Schülerin/der Schüler führt einfache Aufgaben – auch in neuen Situationen – aus. Sie/er verfügt über grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten und kann einfache Regeln und bekannte Verfahren anwenden.

In Ansätzen erreichte Kompetenzen: Die Schülerin/der Schüler führt mit Hilfestellung einfache Aufgaben in bekannten Situationen aus. 

Adressat der beschreibenden Bewertung ist das Kind; Ziel ist es, ihm eine Rückmeldung zur Lernentwicklung, zu den Lernprozessen und zum Leistungsstand zu geben und nächste Schritte auf dem individuellen Lernweg aufzuzeigen. Dies erfolgt mit einer qualitätvollen verbalen Beschreibung, wobei die im Folgenden aufgezeigten Merkmale als Orientierung dienen.

 

Die Bewertung in beschreibender Form

▪ ergibt sich aus den Beobachtungen und beschreibenden Bewertungen im Laufe des  Semesters,

▪ hat die Kompetenzziele der Rahmenrichtlinien als Bezugspunkt, ohne notwendigerweise  auf alle einzeln eingehen zu müssen,

▪ macht für das Kind nachvollziehbar, in welchem Ausmaß es die angestrebten  Kompetenzen erreicht hat,

▪ bezieht sich auf den individuellen Lernfortschritt des Kindes,

▪ ist wertschätzend und würdigt Leistungen,

▪ verschafft dem Kind ein realistisches Bild von der eigenen Leistung, indem Stärken und  Neigungen beschrieben werden und auf Bereiche mit Vertiefungsbedarf bzw. Lücken  hingewiesen wird,

▪ regt das Kind zur Reflexion über das eigene Lernen an und stärkt es in der Übernahme  von Verantwortung dafür,

▪ nutzt dem Kind für die weitere Lernentwicklung, indem Förderhinweise gegeben werden,

▪ verzichtet auf verbale Skalierungen (z. B. genügend, befriedigend, … oder A, B, …),

▪ richtet sich in erster Linie an das Kind und ist dementsprechend in der 2. Person  abgefasst,

▪ ist in ihrer Sprache altersgerecht, einfach, klar und eindeutig,

▪ verzichtet möglichst auf allgemeine Formulierungen und klischeehafte Aussagen (z. B.  bezogen auf das Geschlecht oder die Herkunft),

▪ nimmt im 2. Semester Bezug auf die Bewertung für das 1. Halbjahr.

 

Die beschreibende Bewertung wird von allen Lehrpersonen des Klassenrates gemeinsam erstellt, wobei der Klassenvorstand eine koordinierende Funktion innehat.  Als Richtwert wird das Ausmaß von ungefähr einer DIN-A-4-Seite pro Semester empfohlen.

In allen fünf Grundschuljahren werden die Fächer Geschichte, Geografie und Naturkunde als ein Fächerbündel bewertet, dasselbe gilt für die Fächer Kunst und Technik.

Der fächerübergreifende Lernbereich Gesellschaftliche Bildung wird für die Durchführung und Bewertung allen Fächern in gemeinsamer Verantwortung auch Fächern zugeordnet.

Die Form der Bewertung der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote und des fakultativen Wahlbereichs bzw. Nachmittagsangebotes erfolgt ebenso in beschreibender Form. Im Schuljahr 2020/21 entfällt die Bewertung der Pflichtquote.

Die Bewertung stützt sich auf Abfragen, Prüfungen, Lernbeobachtungen und andere geeignete Elemente und Verfahren, die in ausreichender Häufigkeit gesammelt, durchgeführt und vermerkt werden müssen. Bewertungsformen und –instrumente können sein: mündliche und schriftliche Kommentare zu Schülerarbeiten, grafische Formen der Bewertung (Symbole …), Bewertungsraster, mündliche und schriftliche Lernzielkontrollen, ausarbeiten, Referate, kreative Arbeiten jeder Art, …

Die Bewertungskriterien werden den Lernenden transparent gemacht.


Was fließt in die Bewertung der allgemeinen Lernentwicklung sowie des Verhaltens mit ein?

Sozial-, Selbst- und Sachkompetenz der SchülerInnen, insbesondere

  • Integrationsfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Mitarbeit/Interesse/persönlicher Einsatz/Fleiß
  • Selbstständigkeit/Kritikfähigkeit
  • Eigenverantwortung/Pflichtbewusstsein
  • Kreativität und Eigeninitiative
  • Sorgfalt/Form
  • Gestaltung und Präsentation von Arbeitsergebnissen
  • Arbeitsweise (rationell, zielgerichtet …)
  • Fachliche Kompetenz
  • Sachliche Richtigkeit
  • Persönlicher Lernzuwachs
  • Vernetztes Denken
  • Anwendung der erworbenen Kenntnisse in neuen Zusammenhängen

 

Kriterien für die Bewertung des Verhaltens der SchülerInnen

Angemessene Verhaltensweisen der Einzelnen tragen dazu bei, das Zusammenleben in der Gemeinschaft möglichst reibungslos und angenehm zu gestalten. Als Kriterien für die Bewertung des Verhaltens gelten:

  • respektvolle Umgangsformen gegenüber Lehrpersonen und MitarbeiterInnen in der Schule,
  • respektvoller und gewaltfreier Umgang mit den MitschülerIinnen,
  • positive Arbeits- und Lernhaltung,
  • Hilfsbereitschaft,
  • angemessenes Verhalten im Unterricht und bei unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen,
  • sorgsamer Umgang mit der Einrichtung und den Lernmaterialien in der Schule,
  • Einhalten von Regeln und Terminen.

Die periodische Bewertung und die Jahresbewertung des Verhaltens und der allgemeinen Lernentwicklung erfolgen in beschreibender Form.

Ergänzend zur Rückmeldung an das Kind bieten die Schulen den Eltern und Erziehungsverantwortlichen weiterhin geeignete Formen des Austauschs und der vertieften Auseinandersetzung rund um das Lernen und die Entwicklung des Kindes an.


Nichtversetzung von SchülerInnen

Die SchülerInnen werden auch im Falle von teilweiser oder fehlender Erreichung der Kompetenzziele in einem oder mehreren Fächern in die nächste Klasse versetzt.

Der Klassenrat erwägt nur in Ausnahmefällen eine Nichtversetzung. Er verfasst einen begründeten Antrag auf Nichtversetzung einer Schülerin/eines Schülers, wenn diese/r trotz verschiedener Fördermaßnahmen die grundlegenden Lernziele/Kompetenzen nicht erreicht hat.

Die Schulführungskraft beruft eine Nichtversetzungskonferenz ein, bestehend aus allen Lehrpersonen, die das betreffende Kind im laufenden Schuljahr unterrichtet haben, sofern sie noch im Dienst sind. Dieser erweiterte Klassenrat entscheidet in einer eigenen Sitzung durch Abstimmung über Versetzung oder Nichtversetzung der Schülerin/des Schülers. Eine Nichtversetzung ist nur mit einstimmigem Beschluss möglich.

Die Schülereltern werden spätestens Anfang Mai schriftlich informiert, wenn die Versetzung ihres Kindes gefährdet ist. Zur Vorbereitung der notwendigen Arbeiten wird gegen Ende April eine eigene Klassenratssitzung einberufen.

 

Bewertung der SchülerInnen mit einer Funktionsdiagnose oder einem klinischen Befund

Die Bewertung der Lernprozesse, der Leistungen, der allgemeinen Lernentwicklung und des Verhaltens, die Versetzung in die nächste Klasse sowie die Zulassung zur staatlichen Abschlussprüfung der Unterstufe der SchülerInnen mit einer Funktionsdiagnose oder einem klinischen Befund erfolgen nach den Bestimmungen der vorhergehenden Artikel, wobei der Individuelle Bildungsplan als Grundlage zu beachten ist.

Die Leistungserhebungen werden so gestaltet, dass sie dem erteilten Unterricht entsprechen und geeignet sind, die Fortschritte der SchülerInnen in Bezug auf ihre Möglichkeiten und auf ihre Ausgangslage zu bewerten. Dabei haben diese SchülerInnen Anrecht auf alle Individualisierungs- und Personalisierungsmaßnahmen, Hilfsmittel, Ausgleichs- und Befreiungsmaßnahmen, wie sie im Individuellen Bildungsplan angeführt sind.

Besonders in den Fächern, in denen auf der Grundlage des Individuellen Bildungsplans zielgleich gearbeitet wurde, werden bei der Anpassung der Leistungserhebungen Wege gewählt, die es den SchülerInnen ermöglichen, das effektiv erreichte Kompetenzniveau zu zeigen.

Im Protokoll der Bewertungskonferenz werden die Fächer festgehalten, die laut individuellem Bildungsplan zieldifferent sind. In den Bewertungsbögen, Zeugnissen und in den veröffentlichten Ergebnissen sind keine Hinweise über die Differenzierungsmaßnahmen anzuführen.

Für SchülerInnen mit Anrecht auf Maßnahmen laut Gesetz vom 5. Februar 1992, Nr. 104, kann die Vorlage zur Bescheinigung der erworbenen Kompetenzen auf der Grundlage des jeweiligen Individuellen Bildungsplans angepasst werden.

 

Bewertung der SchülerInnen mit einem Individuellen Bildungsplan auf der Grundlage eines Klassenratsbeschlusses

Um die Integration und Inklusion der SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu fördern, kann die Bewertung in den ersten beiden Jahren, in denen die SchülerInnen grundlegende Kompetenzen in der Unterrichtssprache erwerben, auf der Basis eines zieldifferenten Individuellen Bildungsplans erfolgen. In diesem Fall kann auch die Bescheinigung der erworbenen Kompetenzen an den Individuellen Bildungsplan angepasst werden. Solange es erforderlich ist, bleibt ein Individueller Bildungsplan auch nach diesen ersten beiden Jahren die Grundlage für den Unterricht und die Bewertung der SchülerInnen mit Migrationshintergrund.

 

Veröffentlichung der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Bewertungen der SchülerInnen der Grundschule werden durch den Aushang an der Anschlagtafel der Schule veröffentlicht. Dabei wird bei positiver Bewertung „versetzt“, bei negativer Bewertung „nicht versetzt“ angeführt.

 

A.6.11 Disziplinarordnung

 

 Unkorrektes Verhalten in der Gemeinschaft

 

 

Fehlverhalten

 

 

Mögliche Sanktionen

 

 

Ausführende Instanz

Verbale Verletzungen

Ermahnungen, Gespräch, evtl. Einzelgespräch, Verlangen einer Entschuldigung oder Wiedergutmachung (z.B. ein Bild malen, schriftliche Entschuldigung in Form eines Briefes…), bei Wiederholung Gespräch mit Erziehungsberechtigten, kurzer Ausschluss aus der Gruppe

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulführungskraft

Aggressives Verhalten

Ermahnung, Stoppen des Verhaltens, Gespräch, evtl. Einzelgespräch, Möglichkeiten der Wiedergutmachung bzw. Folgen aufzeigen, Verlangen einer Entschuldigung, Entfernen aus der Gruppe, bei Wiederholung Gespräch mit Erziehungsberechtigten, Abklärung mit Experten

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulführungskraft

Psychologen/innen

Schulberatung

Stören des Unterrichts

Ermahnung, Stoppen des Verhaltens, Bewusstmachen der Störung, Entfernen aus der Gruppe, Einzelbeschäftigung unter Aufsicht, Nachholen der Versäumnisse des Lernstoffes, eine Arbeit zuhause beenden oder Zusatzaufgaben schreiben, Anregung zur Selbstreflexion, Gespräch mit den Erziehungsberechtigten, Abklärung mit Experten

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulführungskraft

Schulberatung

Verweigerung der Mitarbeit

Gespräch mit dem Kind und den Erziehungsberechtigten, Nachholen des Lernstoffes, Einbeziehung von Schulberatung und Psychologen, Benachrichtigung der Schulführungskraft

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulberatung

Psychologen/innen

Schulführungskraft

Nichterledigen der Hausaufgaben

Nachholen der Aufgabe, bei Wiederholung Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten, evtl. Gespräch

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Vergessen von Schulmaterial nach mehrmaligem Auffordern

Gespräch, Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten, Konsequenzen tragen (z.B.: andere Beschäftigungen, Nachholen der Arbeiten, für die das Material notwendig war – auch zu Hause)

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Widersetzen gegen Anordnungen

Einzelgespräch, Entfernen aus der Gruppe, Gespräch mit den Erziehungsberechtigten

Lehrpersonen

Schulführungskraft

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulberatung

Ausüben psychischen Drucks, Erpressung, Gewaltanwendung

Stoppen des Verhaltens, Gespräch mit dem Kind, Gespräch mit Erziehungsberechtigten, Meldung an die Direktion, Abklärung mit Experten

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulführungskraft Psychologen/innen

Schulberatung

Unpünktlichkeit

Ermahnung, Aufzeigen der Folgen, Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten, Klärung mit den Erziehungsberechtigten,

Informieren der Schulführungskraft

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Unbegründetes Fernbleiben vom Unterricht

Abklären mit dem Kind und den Erziehungsberechtigten, im Wiederholungsfall Meldung an die Schulführungskraft, Abklären mit PsychologInnen oder Schulberatung

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulführungskraft Psychologen/innen

Schulberatung

Unerlaubtes Verlassen des Schulgebäudes, des Schulareals oder der Gruppe bei Lehrgängen und Ausflügen

Informieren der Schulführungskraft und der Erziehungsberechtigten, notfalls Benachrichtigung der Sicherheitsbehörden, Aufzeigen der Folgen, Abklärung mit dem Betroffenen und den Erziehungsberechtigten; im Wiederholungsfall Ausschluss des Kindes vom nächsten Lehrgang bzw. Ausflug, Betreuung in Parallelklasse (wenn vorhanden) oder in einer anderen Klasse

Lehrpersonen

Schulführungskraft

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Sicherheitsbehörde

Nichteinhalten der Sicherheitsbestimmungen, Gefährdung der eigenen und fremden Sicherheit

Stoppen des Verhaltens, Gespräch mit Aufzeigen der Folgen, Entfernen des Kindes vom Gefahrenort bzw. von der Gruppe, Einziehen des gefährlichen Gegenstandes, in schwerwiegenden Fällen Ausschluss des Kindes von Aktivitäten, bei denen unkontrolliertes Verhalten zu Gefährdungen führen kann, Meldung an die Schulführungskraft

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Klassenrat

Schulführungskraft

Unterschrift fälschen

Gespräch mit den Erziehungsberechtigten, im Wiederholungsfall Meldung an die Schulführungskraft

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Schulführungskraft

 

Sachbeschädigung

 

Missachtung, Beschädigung persönlichen Eigentums

Gespräch, Mitteilung an die Erziehungsberechtigten

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Missachtung fremden Eigentums

Gespräch, Verlangen einer Entschuldigung und Wiedergutmachung, im Wiederholungsfall Benachrichtigung der Schulführungskraft und der Erziehungsberechtigten

Schulführungskraft

Mutwillige Beschädigung fremden Eigentums

Gespräch mit dem Kind und den Erziehungsberechtigten, Ersetzen des beschädigten Eigentums, in groben Fällen Benachrichtigung der Schulführungskraft

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Schulführungskraft

Missachtung schulischen Eigentums

Gespräch, Verlangen einer Entschuldigung, im Wiederholungsfall Benachrichtigung der Schulführungskraft und der Erziehungsberechtigten

Lehrpersonen

Schulführungskraft

Erziehungsberechtigte

Mutwillige Beschädigung schulischen Eigentums

Gespräch mit dem Schulkind und den Erziehungsberechtigten, Ersetzen des beschädigten Eigentums, Mitteilung an die Schulführungskraft

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Schulführungskraft

Diebstahl

Einzelgespräch, Rückerstattung, Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten und der Schulführungskraft, Einbeziehen von Experten

Lehrpersonen

Erziehungsberechtigte

Schulführungskraft

Experten

 

Über allfällige Rekurse gegen Disziplinarmaßnahmen entscheidet die schulinterne Schlichtungskommission.