A.3 Unser Schulprofil

 

Das Schulprofil ist die pädagogische Philosophie einer Schule und umfasst Aussagen über Wertehaltung, Verhaltensgrundsätze sowie Entwicklungsziele. Diese gemeinsam formulierten Richtlinien ziehen sich wie ein roter Faden durch den Bildungsplan. Die Inhalte unseres dreijährigen Bildungsplans orientieren sich einerseits an den landesweiten Vorgaben andererseits an den individuellen Gegebenheiten unserer Schule.

Der Bildungsplan ist dem Schulprofil nicht untergeordnet, sondern steht mit ihm in einer Wechselwirkung, da anhaltende Entwicklungsprozesse langfristig im Leitbild ihren Niederschlag finden müssen.

Der dreijährige Bildungsplan ist eine Vereinbarung zwischen allen am Schulgeschehen Beteiligten. Er formuliert die Ziele, welche die Schule mittel- und langfristig anstrebt, und die organisatorischen Maßnahmen und Entscheidungen, die zur Umsetzung und Evaluation dieser Ziele notwendig sind. Der dreijährige Bildungsplan als Steuerungsinstrument muss sich unter verändernden Bedingungen bewähren. Die Schule arbeitet immer wieder mit neu zusammengesetzten Gruppen – auf Lehrerinnen- und Lehrer-, Schülerinnen- und Schüler- sowie auf Elternseite.

Im Grundschulsprengel Klausen II beschäftigt sich die bereits seit Jahren eingerichtete „Arbeitsgruppe Schul- Unterrichtsentwicklung“ mit der kontinuierlichen Anpassung des Bildungsangebotes an sich verändernde Rahmenbedingungen.

 

 

A.3.1 Unser Logo

 

 

 

 

„Voneinander und miteinander lernen,

gemeinsam wachsen,

sich entfalten,

gedeihen

und Früchte tragen.“

(Senn Ingrid)

 

 

 

Unser Logo – ein Kastanienbaum

 

Ein Baum stellt das Leben dar.
Ein guter Nährboden ist die Voraussetzung für ein fruchtbringendes Wachstum. Unsere Vision einer guten Schule soll unser Nährboden sein. Damit der Baum fest stehen kann, braucht er Wurzeln, die fest im Boden verankert sind. Die Schule gibt sich ein Leitbild und kann darauf ihr Programm aufbauen.

Er wächst und verändert sich.
Aus den Wurzeln wächst der Stamm, er ist der zentrale Teil des Baumes. Den zentralen Teil der Schule bilden die Schüler und Schülerinnen, der Unterricht und die Lehrpersonen.

Er hat viele Teile und ist doch ein Ganzes.
Der Baum hat viele Äste. Sie wachsen in die verschiedensten Richtungen und verleihen dem Baum Weite und Größe. Für uns sind dies die vielfältigen Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten.

Er bringt Blüten, Blätter und Früchte hervor.
Blüten, Blätter und Früchte versinnbildlichen das Lernen als kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Im Laufe eines Jahres sollte der Baum Früchte tragen.

Er ist eigenständig und doch eingebunden in sein Umfeld.
Ein Baum ist eingebunden in ein reiches Ökosystem. Er braucht die ihn umgebende Natur. Schule und Elternhaus begegnen sich im gemeinsamen Erziehungsauftrag und unterstützen sich gegenseitig. Die Schule pflegt Kontakte zum örtlichen Umfeld und bindet dieses in ihren Bildungsprozess ein.

 

 

 

A.3.2 Unser Leitbild

 

Unsere Leitsätze haben den Anspruch Orientierung für die Entwicklung unseres Sprengels zu geben. Wir, alle am Schulleben Beteiligten, bemühen uns, diese Leitsätze nach unseren Möglichkeiten umzusetzen. Es ist uns bewusst, dass in dieser Entwicklung alle Lernende sind. Vereinbarte Ziele betrachten wir als verbindlich, in der Umsetzung jedoch ist uns die freie Wahl des Weges wichtig. Wir überprüfen regelmäßig unseren eigenen Weg und passen ihn gegebenenfalls an.

  1. Wir gehen respektvoll miteinander um

Wir begegnen allen Menschen mit Wertschätzung, Offenheit und Toleranz. Ehrlichkeit, Vertrauen und Hilfsbereitschaft sind für uns grundlegende Werte.

  1. Wir respektieren die Individualität eines jeden Kindes

Wir fördern das Kind in seiner Individualität und wollen es zu einer selbstständigen, selbstbewussten Persönlichkeit erziehen. Wir unterstützen seine Stärken und gehen auf seine Schwächen ein.

  1. Wir fördern soziales Lernen

Wir stärken uns gegenseitig und unterstützen das Selbstwertgefühl jedes/jeder Einzelnen. Individuelle Unterschiede sehen wir als Bereicherung für die Gruppe. Wir bemühen uns in einem angenehmen Klima voneinander und miteinander zu lernen.

  1. Wir fördern handlungsorientiertes Lernen und vermitteln Grundkenntnisse

Wir vermitteln elementare Kulturtechniken und begleiten Lernprozesse, die das eigene Entdecken und Erleben in den Unterricht einbinden. Wir wecken Lernfreude und Neugier der Kinder und schaffen Situationen, die selbstständiges Lernen ermöglichen. Rückmeldungen in Form von Bewertungen geben uns Orientierung.

  1. Wir fördern verantwortungsvolles Handeln und konstruktive Kritik

Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln und Lernen. Neuem gegenüber sind wir offen. Wir ermutigen die Kinder zum kritischen Denken und geben Raum für aktive und passive Mitgestaltung.

  1. Wir stellen ganzheitliche Förderung in den Mittelpunkt

Wir bieten einen anschaulichen, methodisch abwechslungsreichen Unterricht an, der die unterschiedlichen Neigungen und Fähigkeiten der Kinder berücksichtigt und sorgen für eine gesunde und ansprechende Lernumgebung.

  1. Wir legen Wert auf Fortbildung und entwickeln uns weiter

Wir bilden uns regelmäßig fort, um unsere Professionalität zu steigern. Wir reflektieren unser Handeln und schaffen somit die nötigen Voraussetzungen, Schule in didaktischer, organisatorischer und personeller Hinsicht erfolgreich zu verwirklichen.

  1. Wir gestalten Schule gemeinsam

Wir tauschen Erziehungsziele offen aus und beziehen alle Beteiligten mit ein. Wir pflegen Beziehungen nach außen und tragen in gemeinsamer Verantwortung zu einem gelungenen Bildungsprozess und somit zu einer kontinuierlichen Schul- und Unterrichtsgestaltung bei.



 

A.3.3 Das Schulethos unseres Sprengels

 

Unsere Arbeitshaltung
Wir Lehrenden pflegen gerne den Kontakt mit Menschen und schätzen und respektieren die Kinder. Wir verrichten die Arbeit mit Freude. Wir nehmen auf Lehrpersonen, SchülerInnen und auf die Umwelt Rücksicht.

Unsere Professionalität
Wir Lehrende sind selbst Lernende und nutzen die Fortbildungsangebote. Wir reflektieren unser Handeln selbstkritisch und nutzen die Evaluation. Wir tauschen uns unter Kolleginnen und Kollegen aus.

Unsere Verantwortung
Wir übernehmen für die Schulgemeinschaft Verantwortung und sind uns unserer Vorbildwirkung bewusst. Wir sind glaubwürdig in dem was wir tun und sagen.

Unsere Einstellung zum Unterricht
Wir planen einen interessanten und abwechslungsreichen Unterricht und setzen diesen um. Wir führen SchülerInnen zu eigenverantwortlichem Lernen und Handeln. Wir motivieren sie das erworbene Wissen zu üben und anzuwenden. Wir vermitteln in allen Fächern und Bereichen grundlegende Inhalte und Kompetenzen. Wir fordern von unseren Schülerinnen und Schülern Einsatz und Leistung. Die Fähigkeit zum sozialen Umgang üben wir mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam über das Miteinander.

Unsere Einstellung zur Schule
Wir tragen und praktizieren die gemeinsam ausgehandelten Vereinbarungen, pflegen untereinander einen ruhigen, freundlichen Umgangston, sprechen Konflikte an und vermeiden Vorurteile.
Wir zeigen uns schulischen Neuerungen gegenüber offen, sind aber auch kritisch. Wir überprüfen sie in Bezug auf unser Schulprogramm.

Unsere Einstellung zu den Schülerinnen und Schülern
Durch Zuhören und Einfühlungsvermögen stärken wir die Kinder und lassen sie zu umsichtigen und eigenverantwortlichen Menschen werden. Wir akzeptieren weder sprachliche noch körperliche Gewalt.
Wir setzen den uns anvertrauten Kindern Grenzen, damit diese Halt und Orientierung finden.
Auffällige SchülerInnen fordern uns besonders heraus und benötigen mehr als andere eine professionelle pädagogische Führung. Wir bemühen uns um sie und halten die Beziehung zu ihnen aufrecht.

 

 

A.3.4 So sehen wir unsere Kinder

Unsere Kinder sind Forscher
Wir versuchen die natürliche Neugier der Kinder zu erhalten um das aktive und freudvolle Lernen zu ermöglichen. Wir beabsichtigen, dass die Freude am Lernen aufrecht erhalten bleibt.

Unsere Kinder sind Denker
Die Kinder finden verschiedene Gelegenheiten um ihre Denkfähigkeit zu üben, ihre Kritikfähigkeit auszubauen und ihre Kreativität so weit als möglich auszuleben.

Unsere Kinder vermögen sich auszudrücken
Die Kinder erhalten verschiedene Lernangebote und Informationen, entwickeln Ideen und drücken diese aus. Dabei bedienen sie sich verschiedenster Ausdrucksformen, mehrerer Sprachen und auch der mathematischen Symbole.

Unsere Kinder sind lebensbejahend
Die Kinder lernen mit ungewohnten Situationen umzugehen. Sie entwickeln Vertrauen, erproben neue Rollen und nehmen neue Ideen an.

Unsere Kinder sind Wissende
Die Kinder setzen sich mit verschiedenen Themen auseinander. Durch dieses Handeln erlangen sie bedeutungsvolles Wissen.

Unsere Kinder handeln nach Grundsätzen
Die Kinder orientieren sich nach moralischen Prinzipien. Sie sind ehrlich, haben ein Gefühl für Fairness und Gerechtigkeit. Wohlwollen kennzeichnet ihren Umgang mit den anderen.

Unsere Kinder sind einfühlsam
Die Kinder empfinden die Bedürfnisse und Gefühle der Mitmenschen und respektieren die Sichtweisen, Werte und Traditionen anderer.

Unsere Kinder haben ein inneres Gleichgewicht
Die Kinder kennen die Bedeutung der körperlichen und geistigen Ausgeglichenheit. Sie äußern Bedürfnisse und nehmen Hilfe an.

Unsere Kinder sind reflexionsfähig
Die Kinder schätzen ihr eigenes Lernen ein und kennen ihre persönlichen Stärken und Schwächen. Unsere Kinder dürfen Fehler machen und lernen aus diesen.

 

 

A.3.5 Schulordnung und Schulklima

Aufsicht

Die Aufsichtspflicht für die Lehrperson beginnt 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn und endet mit der Entlassung der SchülerInnen am Eingang zum Schulhof (d.h. Schulgelände).
Für die Wartezeit der FahrschülerInnen und für den Ausspeisungsdienst wird ein eigener Aufsichtsplan erstellt.

Im Falle von Übelkeit oder Verletzungen der SchülerInnen werden die Eltern telefonisch benachrichtigt. Sie holen dann die Kinder ab. Zu diesem Zweck sollen sie zu Beginn des Schuljahres der Schule eine Telefonnummer hinterlassen, damit sie erreichbar sind.
Im Falle einer auftretenden Infektionskrankheit wird die Schulführungskraft benachrichtigt, um die notwendigen Maßnahmen ergreifen zu können.

Verhalten im Schulgebäude, Absenzen

  • Am Morgen begeben sich die SchülerInnen in die Klassen. Dabei werden sie von den Lehrpersonen beaufsichtigt.
  • Die Pause verbringen alle SchülerInnen im Schulhof. Dieser darf von ihnen nicht verlassen werden. Auf ein diszipliniertes und rücksichtsvolles Verhalten im Schulgebäude und im Schulhof wird geachtet.
  • Nach dem Unterricht verlassen die SchülerInnen das Schulgebäude klassenweise und werden dabei von den Lehrpersonen begleitet.
  • Im Schulgebäude und im Pausenhof trägt jede Lehrperson Verantwortung für alle Schüler/innen.
  • Die Entschuldigung für Absenzen erfolgt schriftlich. Vorzeitiges Verlassen des Unterrichts wird den Schülern und Schülerinnen nur gestattet, wenn sie von einem Elternteil oder von einer von ihnen beauftragten Person abgeholt werden.
  • Rauchen ist im Schulgebäude/Schulgelände, bzw. in Anwesenheit der SchülerInnen (z.B. Ausflüge) nicht gestattet.
  • Die Benutzung des Handys im Klassenzimmer ist ausschließlich für schulische Zwecke erlaubt.
  • Mutwillig zerstörtes Inventar wird von den Eltern ersetzt.

 

Gefahrenquellen
Alle Lehrpersonen achten auf ein möglichst gefahrloses Umfeld. Treten Gefahrenquellen auf werden diese von den Lehrpersonen oder den Schulwarten/Schulwartinnen beseitigt. Sind diese dazu nicht in der Lage, wird der Gemeinde und der Direktion unverzüglich Meldung erstattet.

Verwendung der Turnhalle und der Zusatzräume (Musikraum, Bibliothek usw.)
Für die Benützung der Zusatz- und Ausweichräume wird zu Beginn des Schuljahres ein Benützungsplan erstellt. Die Turnhalle darf nur mit Turnschuhen betreten werden. Gegenstände und Geräte werden geschont und nach der Benützung an ihren Platz gebracht. Die SchülerInnen bekommen die Möglichkeit, auch Zusatzräume wie Ausweichräume, Gänge, Bibliothek usw. zu nutzen, um bestmögliche Voraussetzungen für ein individuelles ungestörtes Lernen zu erhalten. Sie dürfen sich in den vorgegebenen Räumen innerhalb des Schulgebäudes aufhalten und bewegen, müssen sich dabei aber an die vorgegebenen und besprochenen Regeln halten.

Schulklima
In einem guten Schulklima gedeihen und wachsen Bildung und Erziehung besser. Viele ganz unterschiedliche Menschen begegnen sich in der Schule und müssen lernen zusammenzuleben. Das Klima prägt den Umgang miteinander und ist zugleich das Ergebnis von Regeln und Vereinbarungen.

Wir legen großen Wert auf ein gutes Schulklima, weil wir es als notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche gesunde und gute Schule sehen. Das Schulklima unserer Schule zeigt sich u.a. durch:

  • die Pflege von Traditionen (Schuleröffnungsgottesdienste, Feste und Feiern im Jahresverlauf, Schulausflüge, Schulsportfeste, Maiausflug, Baumfest, Pädagogischer Tag, kirchliche und örtliche Festlichkeiten mit Beteiligung der Schule usw.)
  • die Gestaltung des Lebensraumes Schule (Gestaltung der Schulgebäude und des Verwaltungssitzes der Direktion, Schulhof und Schulgarten, Bibliotheken, gesunde Jause, Gestaltung der Klassenräume und Flure, aktive Einbeziehung der SchülerInnen in der Gestaltung ihrer Lern- und Arbeitsräume, usw.)
  • die Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit (Kommunikation untereinander, persönlichkeitsbildende Fortbildungsangebote, Transparenz in der Organisation der Gremien und deren Zuständigkeiten, Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle an der Schule Beteiligten, Gesundheitsförderung, Supervision, Hospitationen, Außenkommunikation durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Festlegung von Kriterien und Regeln, Formen des geselligen Miteinanders, Projekte zum sozialen Lernen und zur Gewaltprävention „Gewaltfreie Kommunikation“, usw.)

Ein gutes Schulklima ist ein fortwährender Prozess und das Fundament einer guten und gesunden Schule. Es zeichnet sich aus durch gegenseitige Anerkennung und Respekt im Schulalltag und durch eine Kultur, in denen Lehrpersonen und SchülerInnen ermutigende, sie stärkende Lern- und Arbeitserfahrungen machen. Zur Schaffung eines guten Schulklimas sollen alle am Schulalltag beteiligten Personen im Rahmen ihrer Möglichkeiten beitragen.